Vogelversand 22.10.2017 21:13 (UTC)
   
 

Vogelversand


Viele Käufer haben heutzutage immer noch Sorgen, ihre gekauften Vögel per Versand zustellen zu lassen. Ich allerdings habe in den letzten Jahren ausschließlich positive Erfahrungen mit dem Versand von ge- oder verkauften Vögeln per Kurier gemacht. Daher möchte ich hier ein paar Worte zu diesem Thema hinterlassen.

Egal ob Wellensittich, Prachtfink, Kanarienvogel, europäischer oder exotischer Weichfresser - über die letzten Jahre habe ich schon viele Vögel verschickt oder mir zuschicken lassen. Bisher habe ich noch keinen Verlust dadurch zu beklagen gehabt. Die regionalen Speditionen sind heutzutage nahezu alle miteinander geschäftlich verpflochten. Daher haben Sie ein, zumindest deutschlandweit, sehr enges Vertriebsnetz gebildet. Über einen "Shuttleservice" werden die zu transportierenden Waren - oder eben auch Vögel - auf kürzestem Wege und somit auch in der schnellstmöglichen Zeit zum Bestimmungsort gebracht - und das in der Regel mit einer Zustellungsgarantie innerhalb von 24 Stunden, bzw. bis 12.00 Uhr am nächsten Tag.

Unter dem Strich denke ich sogar, dass der Vogelversand über eine Speditionsfirma weniger Streß für viele Vogelarten verursacht als ein Verkauf über eine Vogelbörse (mit Herausfangen oftmals schon am Vorabend - Fahrt zur Börse - Anstehen wegen Standgeldzahlung - stundeslanges Herumstehen und Betrachten im Verkaufskäfig - Herausfangen anderer Käfiginsassen - Abtransport zum neuen Empfänger - Einsatz in die neue Voliere ggf. erst am kommenden Tag). Sitzt man da nicht lieber mehr oder weniger "ungestört" in einem vernünftigen Transportkäfig?

Der Transportkäfig selber sollte zur Größe des Vogels passen, nicht zu groß aber auch nicht zu klein sollte er sein, denn er muss Bewegungsfreiheit, Platz für Futter- und Wassergefäße sowie ausreichende Luftzirkulation bieten. Transportboxen selber können für wenig Geld gekauft werden, können aber auch mit ein wenig Geschick selbst hergestellt werden.

        

Den Boden bedecke ich in der Regel mit Körnerfutter (bei Weichfressern mit Weichfutter). Eine Sitzstange sorgt für besseren Halt und mehr Stabilität des Vogels während des Transports. In den Käfig klebe ich mit Silikon oder Acryl einen grünen Halbrundnapf für Wasser. Diesen Halbrundnapf fülle ich mit Schaumstoff bis etwa zur Hälfte und fülle darüber Wasser ein. Der Schaumstoff sorgt dafür, dass nicht zuviel Wasser durch die Transpotbewegungen verschüttet wird und gibt beim anpicken immer noch eine Restmenge Wasser an den Vogel ab. Auch Obst (zum Beispiel Apfel oder Salatgurke) bietet sich als Wasserversorge für den Transport an. Ein zweiter Napf wird je nach Bedarf für Ei- oder Lebendfutter befestigt. So steht einer guten Versorgung nichts im Wege.
                                            

Meine Vögel verschicke ich mit dem Speditionsunternehmen West-Air-Courier-Rostock-GmbH (Telefon 038207/561). Über diese Spedition kann man auch seinen Anbieter vor Ort erfragen oder aber einen direkten Abholauftrag erteilen. Um die Benachrichtigung der Abhol- und Ablieferungsspeditionen kümmert sich West-Air. Im Abholauftrag kann ich einen Termin festlegen (zum Beispiel zwischen 8.00 und 12.00 Uhr am Folgetag) sowohl für die Abholung, als auch für die Anlieferung, so dass man zeitnah planen kann. 

Die Kosten betragen inkl. Mehrwertsteuer etwa 35,00 Euro und werden im Nachhinein bezahlt. Die Rechnung kann je nach Wunsch an den Käufer oder Verkäufer gerichtet sein. Inklusive der Transportbox kommt der Käufer somit auf Kosten zwischen 40,00 und 45,00 Euro, diese Kosten sind vergleichbar mit den An-/Abfahrtskosten plus den Eintrittspreisen der üblichen Vogelbörsen.

Meinen Erfahrungen nach sind Vogeltransporte heutzutage also kein großes Risiko mehr. Auch unter Kostengesichtspunkten macht ein Vogelversand oftmals Sinn, denn für Benzinkosten von etwa 40,00 Euro schaffe ich nur ca. 300 km Fahrtstrecke. Wenn mein Wunschvogel nun aber zum Beispiel in Bayern sitzt...???

 
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